Die WGD gibt der Jugend eine Stimme

Jugendzentren und Vereine kämpfen mit knappen Mitteln, Spiel- und Sportflächen verschwinden – besonders in der Innenstadt. Dabei ist Geld in Darmstadt durchaus vorhanden – das beweisen umstrittene Straßenbahntrassen und nicht zwingend erforderliche Brücken und Bauvorhaben wie das überdimensionierte Welterbe- Besucherzentrum.

Umso unverständlicher ist die jahrelange Vernachlässigung der Schulen. Viele Schulen in Darmstadt sind noch immer in keinem guten Zustand: defekte Fenster, marode und veraltete Ausstattung, unzumutbare Sanitäranlagen und unvollständige Digitalisierung. Während andere Städte wie Wiesbaden längst funktionierenden IT-Support für ihre Schulen bieten, fehlt so etwas in Darmstadt bis heute. Hinzu kommen überfüllte Busse und Straßenbahnen auf dem Schulweg.

Auch im Freizeitbereich braucht es neue Impulse: Vereine brauchen verlässliche Förderung. Sport- und Spielanlagen wie Bolzplätze, auch für neue Trendsportarten, müssen erhalten und in Abstimmung mit dem Wohnumfeld ausgebaut werden. Auch in der Innenstadt müssen wir wieder mehr Platz für Kinder und Jugendliche schaffen, damit die Stadt ein Ort für alle Generationen bleibt.

Die Belange von Kindern und Jugendlichen haben in der Stadtpolitik der letzten Jahrzehnte kaum Gewicht gehabt. Doch junge Menschen in Darmstadt zeigen mit ihrem Engagement, dass sie ihre Zukunft aktiv mitgestalten wollen. Dieses Engagement unterstützt die WGD voll und ganz. Daher fordert die WGD für die Vertreter des neu gewählten Jugendplenums (Kinder- und Jugendparlament) ein Rede- und Antragsrecht nicht nur in den Ausschüssen, sondern auch in der Stadtverordnetenversammlung.

Darmstadts junge Generation soll auch in Zukunft in einer lebenswerten, grünen Stadt aufwachsen statt in einer grauen Betonwüste!

Die WGD bietet allen Jugendlichen, die ihre Stadt mitgestalten wollen, eine echte Mitmach-Plattform. Ab 14 Jahren können sie kostenlos Mitglied der WGD werden. So lernen junge Menschen demokratische Prozesse kennen und können ihre Ideen unmittelbar einbringen.

Die WGD fordert einen Sanierungsplan für Schulen und Bildungseinrichtungen

Schulen sind mehr als Verwaltungseinheiten – Schulen sind Orte, wo junge Menschen ihre Fähigkeiten entwickeln und ihren Platz in der Gemeinschaft finden. In den Schulen werden Weichen gestellt für die Zukunft unserer Gesellschaft. Darmstadt braucht auch in der Schulpolitik Transparenz, Beteiligung und Verlässlichkeit.

Ein digitaler Sanierungsatlas und klare Kommunikationswege zwischen Verwaltung, Politik und Schulen wären erste, entscheidende Schritte. Wir fordern, dass die Stadt eine digitale, laufend aktualisierte Übersicht aller Schulgebäude veröffentlicht – mit klaren Angaben zu Zustand, geplanten Maßnahmen, Kosten und Zeitplan. Nur so kann Vertrauen und Nachvollziehbarkeit entstehen, und die Verantwortlichen werden in die Lage versetzt, vorausschauend statt reaktiv zu handeln.

Wer Qualität in der Bildung will, muss die Menschen vor Ort in Entscheidungen einbeziehen. Es gilt, die Beteiligung der Schulgemeinschaft ernst zu nehmen und gemeinsam mit den betroffenen Lehrkräften, Elternbeiräten und Schülervertretungen tragfähige Lösungen zu entwickeln. Diese Beteiligung wird am Beispiel des Schulessens erlebbar.

Lehrküchen für alle Schulen: Immer weniger Menschen verfügen über das Grundwissen, wie man selbst gesunde Nahrung zubereitet. Die Folge sind vermeidbare ernährungsbedingte Krankheiten, deren enorme Folgekosten das Gesundheitssystem überfordern. Gemeinsames Kochen ist nicht nur ein unverzichtbarer Beitrag zur Prävention, sondern eine Aktivität, die Freude macht und den Zusammenhalt stärkt. Outsourcing der Schulverpflegung an Dienstleister ist eine vertane Chance.