Wälder gehören uns allen – die WGD steht für Walderhalt

Darmstadt war einst stolz auf das Attribut „Stadt im Walde“. Das ist lange her. Seit Jahrzehnten leidet unser Wald massiv unter Trockenheit, sinkendem Grundwasser und unbedachten Eingriffen. Wer auf der A5 vorbeifährt, sieht das Waldsterben mit eigenen Augen – politisch bleibt leider vieles ungelöst.

Die Wählergemeinschaft Darmstadt (WGD) setzt sich konsequent für den Schutz und die Gesundung des Waldes ein. Der Wald ist Lebensraum, Klimaschützer, Erholungsort und Teil unserer Identität. Eine weitere Rodung intakter Waldflächen für neue Wohn- oder Gewerbeflächen wird es mit der WGD nicht geben!

Entscheidend für den Erhalt des Waldes ist der Wasserhaushalt. Die übermäßige Entnahme von Grundwasser für die Versorgung des Rhein-Main-Gebiets und seiner Industrie entzieht auch dem Darmstädter Wald die Lebensgrundlage. Die WGD fordert daher eine neue Wasserpolitik, die ökologische Verantwortung vor wirtschaftliche Interessen stellt.

Wir wollen daher

  • den Wald schützen, wo es möglich ist, wie im östlichen Erholungswald
  • den Wald sanieren, wo es nötig ist, etwa im geschädigten Westwald
  • den Wald stärken, wo er bedroht ist, mit Bewirtschaftung und Artenschutz

Der Wald darf nicht länger als Reservefläche für Straßen, Trassen oder Neubauten
dienen. Deshalb lehnt die WGD alle Projekte ab, die Waldsubstanz zerstören – etwa
die geplante ICE-Trasse durch Darmstädter Waldgebiete. Ersatzaufforstungen auf
irgendwelchen Restflächen können intakten Wald nicht ersetzen.
Der Wald kann nicht sprechen – Wir sprechen für ihn, damit Darmstadt auch
morgen noch eine Stadt im Grünen ist.

Wasser schützen, Zukunft sichern

Ohne Wasser kein Leben – und auch keine Stadt. Doch der Wasserhaushalt unserer Region steht seit Jahren unter Druck. Der Grundwasserspiegel sinkt, Bäche trocknen aus, Wälder sterben ab. Ursachen sind Übernutzung, Flächenversiegelung und eine unzureichende Wasserpolitik.

Die WGD fordert: Wasser muss Gemeingut werden!

Trinkwasser darf keine Handelsware sein. Die Versorgung der Menschen in Darmstadt und Umgebung hat Vorrang vor dem Export in andere Regionen. Fördermengen müssen an die tatsächliche Verfügbarkeit angepasst und regelmäßig überprüft werden.

Ein wirksamer Schutz unseres Wassers beginnt mit Transparenz und Kontrolle. Die WGD setzt sich für ein integriertes Wassermanagement in der Region ein – mit klaren Zuständigkeiten, verbindlichen Nachhaltigkeitszielen und unabhängiger Überwachung.

Zugleich braucht es neue Ideen für die Stadt:

  • Nutzung von Regen- und Grauwasser zur Entlastung des Trinkwassernetzes,
  • Konsequente Vermeidung von Bodenversiegelung,
  • Zisternen und Rückhalteflächen, damit Regenwasser versickern kann und
  • bessere Aufbereitung von Abwasser mit modernen Reinigungsverfahren.

Auch die Gewässerökologie in Darmstadt muss verbessert werden – der Landgraben etwa zählt zu den am stärksten belasteten Wasserläufen in Hessen. Sauberes Wasser ist nicht nur ein Umwelt-, sondern auch ein Gesundheitsziel.

Die WGD wird sich weiter auf allen Ebenen für eine Wasserpolitik nach klaren Prinzipien von Nachhaltigkeit, Gemeinwohl und Verantwortung einsetzen.

Flächenversiegelung stoppen

Darmstadt steht wie viele Städte vor der Aufgabe, Wachstum und Lebensqualität in Einklang zu bringen. Die jüngsten Potenzialanalysen der Stadt sowie der neue Raumordnungsplan des Landes Hessen zeigen deutlich: Darmstadt besitzt genug innerstädtische Flächenreserven, die aktiviert werden können, ohne weitere landwirtschaftliche Böden oder Waldflächen zu opfern.

Die WGD setzt sich daher für eine Flächenkreislaufwirtschaft ein. Das bedeutet:

  • Innenentwicklung vor Außenentwicklung
  • Nutzung brachliegender und untergenutzter Areale
  • Entsiegelung und Renaturierung, wo Neubebauung nicht sinnvoll ist.

Bundesweit werden pro Tag über 50 ha Landschaft neu verbaut – mit gravierenden Folgen: Wasserrückhalt und Grundwasserspiegel sinken, wertvolle Böden gehen verloren und landwirtschaftliche Versorgung wird geschwächt. Angesichts zunehmender Hitze und Starkregen ist Darmstadt dringend auf kühlende Grünstrukturen und Kaltluftschneisen angewiesen.

Die Stadt verfügt heute bereits über „Vollbeschäftigung plus“: 137.000 Erwerbstätige bei 161.000 Einwohnern, davon über 70.000 Einpendler. Wirtschaftliche Gründe für weitere Expansion gibt es nicht. Stattdessen braucht es eine kluge Nutzung bestehender Gewerbe- und Wohnpotenziale innerhalb des Stadtgebiets.

Der Flächenverbrauch muss zurückgefahren werden. Ausnahmen sind aus Sicht der WGD nur vertretbar, wo es das Gemeinwohl zwingend erfordert – etwa für ÖPNV-Projekte oder CO₂-neutrale Energieinfrastruktur.

Der Klimaschutzplan der Bundesregierung fordert bis 2050 einen Flächenverbrauch von Netto-Null. Damit Darmstadt dieses Ziel erreichen kann, müssen wir bereits heute beginnen – mit verantwortungsvoller Binnenentwicklung, Schutz unserer Böden und einer Stadtplanung, die den kommenden Generationen verpflichtet ist – nicht dem Flächenhunger des Gestern.

WGD für Darmstadt – nachhaltig, klug, zukunftsfähig