Ökologische Verkehrswende!
WGD – für einen umweltverträglichen ICE-Anschluss
Darmstadt braucht eine gute Anbindung an den Fernverkehr – aber nicht um jeden Preis. Der geplante ICE-Anschluss darf nicht zulasten von Wald, Klima und Lebensqualität gehen.
Die derzeit von der Deutschen Bahn bevorzugte Trasse verläuft entlang der A67 und würde über 200 Hektar Wald zerstören. Diesen irreversiblen Eingriff in Natur und Trinkwasserhaushalt lehnt die WGD ab.
Die WGD unterstützt die nördliche, umweltfreundlichere Anbindung über den Darmstädter Hauptbahnhof.
Diese Strecke
…schont den Wald, weil sie bestehende Bahntrassen nutzt und bündelt,
…vermeidet neue Schneisen in geschützten Gebieten,
…ermöglicht Lärmschutzmaßnahmen wie Einhausungen entlang der Wohngebiete,
…entlastet die Bergstraße vom Güterverkehr und ermöglicht den ICE-Halt in Darmstadt.
Diese Variante ist ökologisch, technisch und städtebaulich sinnvoll und schafft
sogar neue Entwicklungsmöglichkeiten auf untertunnelten Abschnitten.
Die WGD fordert deshalb:
- Keine ICE-Trasse auf Kosten des Westwaldes
- Volle Bürgerbeteiligung bei der Entscheidung
- Ein Verkehrskonzept, das Bahn, Bus, Rad und Auto integriert.
ÖPNV mit dem Umland vernetzen!
Statt Stückwerk und Planchaos braucht Darmstadt eine echte Verkehrswende. Möglich wird sie erst durch ein durchdachtes, regional vernetztes System, das Stadt und Landkreis verbindet.
In der DADINA setzt sich die WGD für eine ehrliche, zukunftsfähige Mobilitätspolitik ein. Wir wollen keine Prestigeprojekte, sondern Lösungen, die zugleich den Menschen und dem Klima nützen.
Wir fordern:
Eine Darmstädter Regionalbahn auf Normalspur mit direkter Anbindung von Groß-Zimmern, Reinheim, Mühltal und Groß-Bieberau an Darmstadt und bis nach Frankfurt, damit die Menschen im Landkreis nicht länger gezwungen sind, täglich ins Auto zu steigen.
- Vorrang für Wiederbelebung bestehender Bahntrassen, statt teurer Neubauten mit fragwürdigem Nutzen.
- Entlastung des Luisenplatzes vom Pendlerverkehr, für den die Darmstädter Innenstadt nur ungewollte Durchgangsstation ist.
- Bessere Taktung und Anschlusszeiten, insbesondere zwischen Stadt und Umland – für Berufspendler, Studierende und Familien.
- Vernetzte Lösungen statt Parallelstrukturen: Straßenbahn, Regionalbahn, Bus und Rad müssen aufeinander abgestimmt werden.
Das Ziel ist klar:
Leistungsfähiger, vernetzter und klimaschonender Nahverkehr in der ganzen
Region.
Für Vernunft im Verkehr – Individualverkehr integrieren
Die WGD steht für eine ausgewogene Verkehrspolitik, die alle Verkehrsteilnehmer einbezieht – vom Auto bis zum Fußverkehr. Wir setzen auf gegenseitige Rücksicht, technologische Innovation und situativ angepasste Regeln.
Unsere Leitlinien für den Individualverkehr:
Klimaschonender, sicherer und flüssiger Verkehr für alle – mit durchdachten Detaillösungen, die alle Mobilitätsformen im Zusammenhang sehen.
Sicherheit vor Schulen, Kitas und Altenheimen: Zum Schutz von Kindern und Fußgängern können situative Temporeduzierungen sinnvoll sein.
Verkehrsfluss erhalten: Die Hauptachsen müssen flüssig befahrbar bleiben. Tempo 40, wie es andere Kommunen erfolgreich erprobt haben, kann in bestimmten Straßen den Verkehr ohne Dauerstau ruhiger, sicherer und effizienter machen. Statt neue Hürden aufzubauen, wollen wir intelligente Verkehrsführung mit Kreisverkehren, abgestimmten Ampelschaltungen und digitalen Steuerungssystemen, die Unfälle vermeiden und CO₂ sparen.
Wir sehen den Individualverkehr als Teil eines integrierten Gesamtsystems. E-Autos, Carsharing und On-Demand-Angebote sollen einander ergänzen. Der HeinerLiner ermöglicht Senioren und mobilitätseingeschränkten Personen, die per ÖPNV nicht gut erschlossenen Ecken der Stadt zu erreichen. Daher wollen wir den Betrieb des HeinerLiners wieder in die Tagesstunden ausdehnen.
Anreize zum Umstieg: Viele Menschen sind weiter auf ihr Auto angewiesen. Alle anderen wollen wir mit attraktiven Alternativen zum Umstieg bewegen.
E-Mobilität praktisch denken: Elektrofahrzeuge brauchen Ladeinfrastruktur im Wohnumfeld – auch in dicht bebauten Quartieren. Wir fordern mehr Lademöglichkeiten
an Straßenparkplätzen, am besten mit Nachtstromtarifen.
Für das Gehwegparken in engen Straßen außerhalb des unmittelbaren Stadtkerns gilt es, pragmatische Lösungen zu finden, die trotz des begrenzten Raums den Interessen aller Verkehrsteilnehmer bestmöglich gerecht werden.
Radverkehr mit Augenmaß: Mehr Radwege? Na klar! Aber erst durch ein die ganze Stadt erschließendes Radwegenetz wird Radverkehr zur echten Alternative.

